Lernen Hilfe anzunehmen, ohne Gegenleistung

Als Mensch mit Behinderung ist man deutlich häufiger auf Hilfe angewiesen als ohne körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung. Gerade wenn die Umgebung nicht den internationalen Standards der Barrierefreiheit entspricht, kommt es schnell vor, dass man ohne Unterstützung nicht weiter kommt.

Wie geht man mit diesem Fakt um?

Klar ist, dass dauerhaft dafür gesorgt werden muss, die Barrierefreiheit deutlich auszubauen, um vielen Menschen ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen. Doch man wird trotzdem immer wieder vor Situationen gestellt werden, wo es ohne fremde Hilfe nicht weiter geht.

Ich dachte für mich immer, ich habe kein Problem damit Hilfe anzunehmen,
da es mir inzwischen nicht mehr schwer fällt, Menschen um Hilfe zu bitten. Schließlich habe ich mir die Behinderung nicht ausgesucht.

Doch ganz so einfach ist es leider nicht.

Ich bekomme praktisch Hilfe ohne Gegenleistung.
Zu akzeptieren, dass diese notwendig und somit in dieser Form auch gerechtfertigt ist,
ist nicht einfach.

Dabei schwingt bei mir unterbewusst immer eine gewisse Angst mit, abgewiesen zu werden. So tue ich mich schwer, Anderen meine ehrliche Meinung zu sagen,
um nicht undankbar zu erscheinen und somit hilflos zu werden. Ein von klein an trainierter Mechanismus aufgrund mangelnder Barrierefreiheit, der jedoch extrem schädlich sein kann. Wenn ich mich aus Angst nicht traue, anderen Paroli zu bieten, kann sich das eigene Selbstbewusstsein nicht entwickeln.
Dabei muss man sich klar sein, dass man die Gedanken und das Handeln des Gegenübers weniger beeinflussen kann als gedacht.
Deshalb darf niemals der Fehler gemacht werden, sich der anderen Person aus Hilfsbedürftigkeit zu unterwerfen. Eine Abweisung kann immer vorkommen, ist jedoch selten persönlich gemeint. Die Wahrung der nötigen Distanz ist nach vielen negativen Erfahrungen sicherlich schwierig, jedoch zwingend notwendig, um sein Selbstwertgefühl nicht in Mitleidenschaft zu ziehen.

Es ist wichtig die eigene Persönlichkeit von der Hilfsbedürftigkeit zu trennen.
Ich werde wie viele Andere immer im gewissen Maße auf Hilfe angewiesen sein.
Dieser Fakt darf jedoch keine Auswirkungen auf das eigene Verhalten haben.
Etwas Grundvertrauen ist damit sicherlich notwendig.
Doch wenn man dieses einmal bekommen hat, macht es stark und Selbstbewusst und es ist deutlich gesünder, als sein ganzes Leben Schuldgefühle zu entwickeln, oder sich ständig zu verstellen.

Selbstbewusstsein –
Was ist das und wie stärke ich es?

Wie werde ich selbstbewusster? Eine Frage, die ich mir bereits häufiger gestellt habe und wozu es viele Ratschläge, Ratgeber und Hilfestellungen gibt. Gefühlt ist in der letzten Zeit ein regelrechter Boom sogenannter „Life Coaches“ entstanden, die diese Frage beantworten und zu Erfolg im Berufs- und Privatleben verhelfen wollen.

Doch was bedeutet der Begriff „Selbstbewusstein“? Eigentlich ist es ein Sammelbegriff einzelner Unterpunkte, die sich untereinander bedingen, bzw. auch aufeinander aufbauen:

  • Selbsterkenntnis: „Das bin ich.“
  • Selbstakzeptanz: „Ich bin gut.“
  • Selbstliebe: „Ich liebe mich.“
  • Selbstwirksamkeit: „Ich kann das.“
  • Selbstsicherheit: „Ich schaffe das.“
  • Selbstglaube: „Es wird mir gelingen.“
  • Selbstkontrolle: „Ich habe mich im Griff.“
  • Selbstverantwortung: „Ich bin Herr über mein Leben.“
  • Selbstachtung: „Ich respektiere mich.“

Aus meiner Sicht beinhaltet der erste Block die essentiellen Punkte. Erst wenn man sich selbst erkennt und akzeptiert, ist man in der Lage, sich selbst zu lieben. Das kann ein langer Prozess sein, ist aber notwendig. Ansonsten kommt man immer wieder in frustrierende Situationen. Wenn ich beispielsweise mit einer Behinderung lebe, muss ich diese akzeptieren. Es bringt nichts, die Augen vor Dingen zu verschließen, die man nicht ändern kann. Wichtig ist es aber, die Dinge zu erkennen, die möglich sind. Akzeptieren heißt nicht resignieren

Was kann ich aktiv tun?

Man sollte sich regelmäßig seine Stärken bewusst machen. Gerne mal rückblickend schauen, was man im Leben geschafft hat. Es ist oft mehr, als man denkt. Gerade in schwierigen Zeiten sind einem diese Dinge meißt weniger bewusst, als sie sein sollten.

Wenn das geschafft ist, entwickeln sich die übrigen Punkte fast selbstständig. Eine gute Hilfe kann sein, sich selber im Leben kleine Ziele zu setzen, die erreichbar sind und man selbst beeinflussen kann. Denn regelmäßige Erfolgserlebnisse sind wichtig. Wenn es dann zwischendurch mal nicht so läuft wie geplant, fällt man nicht sofort in ein tiefes Loch.

Ein ewiger Prozess

Die Festigung des eigenen Selbstbewusstseins ist ein laufender Prozess. Wir werden immer wieder mit Situationen konfrontiert werden, die Zweifel aufkommen lassen. Jedoch ist es wichtig, uns nicht von ihnen dominieren zu lassen. Sollte es einmal zu viel werden und man das Gefühl hat, in einer Schleife negativer Gedanken gefangen zu sein, können Freunde und Familie ein guter Rückhalt sein. Auch professionelle Unterstützung ist möglich, um das eigene „Ich“ wieder schätzen zu lernen.

(https://karrierebibel.de)

Die bunte Welt –
Angst vor Diversität?

Am 26. Mai 2020 fand deutschlandweit der Diversity Day zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen statt.
Warum gibt es diesen Tag?
Es gibt in Deutschland, sowie global gesehen, eine große Anzahl von Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, Nationalität, Behinderung, Religion, sexueller Orientierung, Geschlecht und noch vieler anderer Merkmale, diskriminiert werden.
Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, wurden Gedenktage wie dieser eingeführt.
Doch woher kommen diese Missstände?
Gibt es eine Angst vor Diversität?


Alles, was anders ist als wir, löst Befremdung aus.
Kinder begegnen dieser Befremdung in einer Neugier und gehen unvoreingenommen auf Neues zu.
Sie fragen, wenn man sie lässt, und haben keine Angst.
Doch durch Erziehung bekommen sie häufig beigebracht, Neuem aus dem Weg zu gehen und entwickeln so eine Abwehrhaltung, die sich im Erwachsenenalter sogar als Hass äußern kann.
Durch Tage wie den Diversity Day sind wir schon ein gutes Stück weiter gekommen.
An vielen Punkten wird zum Beispiel Einiges für eine barrierefreie Welt getan, auch wenn wir hier natürlich noch ein großes Stück vom Optimum entfernt sind. Vorurteile gegenüber Behinderten bestehen zum Beispiel noch zur Genüge.


Jedoch brauchen Menschen mit Behinderung in großen Teilen der Welt keine Angst mehr vor Gewalt haben.
Dies sieht für viele Menschen anders aus, wie der Fall von George Floyd in den USA zeigt.
Die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe ist eine der massivsten die es gibt, da sie sehr häufig in Gewalt endet.
Es kann nicht sein, dass Andere aufgrund unserer Feigheit um ihr Leben fürchten müssen.
Deshalb ist es wichtig, dass wir alle uns unseren Ängsten stellen und offen für Neues sind.
Das wir Miteinander reden, statt übereinander.

Nur so können wir Vorurteile abbauen, oder sie gar nicht erst entstehen lassen.

Der Weg zum neuen Rollstuhl

Vor ziemich genau einem Jahr habe ich bei meiner Krankenkasse einen neuen Aktivollstuhl beantragt. Mein altes Gefährt war zu dieser Zeit schon ziemlich abgenutzt und eigentlich kaum noch fahrbar.

Im Laufe des Bestellprozesses habe ich gemerkt, dass ich in den Jahren zuvor, in denen ich schon Einige Rollstühle bekommen habe, doch viele Fehler gemacht habe, die man bei der Beantragung des optimalen Rollstuhls vermeiden sollte. Glücklicherweise wurde ich von einigen Freunden gut beraten, sodass ich viele wichtige Informationen sammeln konnte und inzwischen ein für mich passendes Rollstuhlmodell bekommen habe.

Mit diesem Beitrag möchte ich diese Informationen weitergeben und eine Unterstützung im Dschungel des Bestellprozesses eines Aktivrollstuhls anbieten.

Informationen sammeln

Am Anfang sollte das Sammeln von Informationen stehen, was der neue Rollstuhl in jedem Fall bieten soll. Mit diesen Informationen könnt ihr die angebotenen Modelle der bekannten Rollstuhlhersteller durchforsten und schon mal eine kleine Vorauswahl treffen, welche Modelle überhaupt in Frage kommen. Im Optimalfall habt ihr Freunde und Bekannte, die euch durch ihre Erfahrungsberichte bei der Wahl unterstützen können.

Das optimale Sanitätshaus

Habt ihr eine kleine Vorauswahl von Modellen getroffen, kommt ein sehr wichtiger Teil: Sucht euch ein kompetentes Sanitätshaus, welches viel Erfahrung in der Versorgung mit Aktivrollstühlen hat. Meißtens bieten diese Häuser sogar bereits eine große Auswahl von Rollstühlen vor Ort zum testen an. Darauf solltet ihr auch bestehen. Ob ein Rollstuhlmodell im Alltag optimal passt, erfährt man nicht nur über technische Angaben in Katalogen, oder ein kurzes hineinsetzen. Um ganz sicher zu gehen, müsst ihr es ausführlich testen und auch fahren. Am Besten über mehrere Tage. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es leider einige Sanitätshäuse gibt, die eher an schnellem Geld interessiert sind, als an einer optimalen Versorgung des Kunden. Deshalb: Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, euer Wunschmodell ausführlich zu testen, oder ihr das Gefühl habt, irgendwas aufgeschwatzt zu bekommen, lieber Abstand nehmen und ein anderes Sanitätshaus aufsuchen.

Die Wahl des Sanitätshauses liegt ganz in eurer Hand und kann auch nicht durch die Krankenkasse vorgeschrieben werden.

Der Antrag

Wenn ihr euch in Absprache mit dem Sanitätshaus sicher seid, das passende Modell gefunden zu haben, kommt es darauf an, das Rezept korrekt bei der Krankenkasse einzureichen. Es sollte die genaue Modellbezeichnung beinhalten und nicht nur den Vermerk „Aktivrollstuhl“. Ansonsten bekommt ihr immer das für die Krankenkasse günstigste Modell genehmigt und müsst dieses mit Begründung ablehnen. Um sich diesen Ärger zu ersparen, also direkt die korrekte Modellbezeichnung auf dem Rezept vermerken. Des Weiteren muss jede benötigte Ausstattung, die vom Grundmodell abweicht, mit einer Bescheinigung vom Hausarzt begründet werden. Ansonsten wird diese abgelehnt und ihr müsstet diese aus eigener Tasche zuzahlen.

Erhaltet ihr in erster Instanz eine Ablehnung über den gewünschten Rollstuhl, was nicht selten vorkommt, ist es wichtig, innerhalb der festgelegten Frist Widerspruch einzulegen. Dieser kann mit oder ohne Begründung abgegeben werden. Ich würde jedoch eine Begründung beizufügen, da dies die Erfolgschancen erhöht. Das Sanitätshaus sollte hier unterstützen können. Sollte der Widerspruch ebenfalls abgelehnt werden, gibt es die Möglichkeit der Klage über das Sozialgericht. Dies sollte aber genauestens abgewogen werden, da man bei einer Niederlage auf den Prozesskosten sitzen bleibt. Für eine optimale Beratung empfehle ich die Mitgliedschaft beim Sozialverband VdK.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag eine kleine Hilfestellung bei der Beantragung des optimalen Rollstuhls bieten konnte.

Vorbilder –
Die Macht der Motivation

Gestern habe ich das aktuelle Programm „Rollt bei mir…!“ von Tan Caglar gesehen.

Ein sehr lustiges Programm, in dem sehr schön, und vor allem immer fair, mit Klischees gespielt wird.

Es ist auch immer wieder schön zu sehen, dass man als Rollstuhlfahrer viele absurde Situationen wiedererkennt, da man sie ebenfalls bereits 1000 Mal erlebt hat ?

Anbei noch ein interessantes Interview, welches ich im Netz gefunden habe: https://renk-magazin.de/tan-caglar-ein-vorbild-das-voranfaehrt/

Vor allem folgenden Absatz finde ich wichtig zu erwähnen:

„Ich möchte Menschen mit Handicaps zeigen, dass man sich nicht verstecken muss. Ich erwarte nicht, dass diese sich plötzlich ins Fernsehen trauen oder modeln. Ich denke eher, dass Menschen mit Behinderungen durch meine Arbeit immer mehr der „Normalität“ angehören. Wodurch sich viele mehr hinaus in die Gesellschaft wagen. Leider gibt es immer noch zu viele, die sich abschotten und das nur auf Grund der Tatsache, dass sie anders sind.“

Ich finde es gut, dass es Vorbilder gibt, die einen motivieren können, Sachen auszuprobieren, die man vielleicht nie in Betracht gezogen hat , oder sich nie getraut hätte.
Natürlich weiß ich, dass sich Menschen oder persönliche Situationen nicht miteinander vergleichen lassen. Aber einen Motivator zu haben, ist, denke ich, nie etwas Schlechtes.

Und wenn jeder von uns motiviert in den Alltag geht (oder rollt ? )fällt der kleine Unterschied auch manchmal gar nicht mehr so stark ins Gewicht ?

Inspiration Porn –
Behinderung und Medien

Heute möchte ich über ein Problem schreiben, was häufig in der Berichterstattung über behinderte Menschen in den Medien entsteht.
Wenn über Behinderte in den Medien berichtet wird, werden diese häufig in eine Opferrolle gedrängt.
Es werden Probleme aufgezeigt, die diese Menschen im Alltag haben.
Alles mit dem Ziel, den Leser oder Zuschauer aufzubauen und zu zeigen, dass es Leute gibt, die es augenscheinlich schwerer haben als er.
So etwas bringt Quote.
Zusammengefasst wurde dieses Phänomen einmal unter dem Begriff „Inspiration Porn“.

Vor kurzem habe ich eine Reportage gesehen, in der ein Reporter einen Mann im Rollstuhl einen Tag begleitet hat und sich selbst in die Rolle des Rollstuhlfahrers begeben hat, um zu testen, „wie das ist“.
Sie stand unter dem Motto „Leben im Rollstuhl“.

Ich sehe solche Reportagen sehr kritisch.
Angefangen beim Titel, da es nicht „das Leben im Rollstuhl“ gibt. Jeder Mensch ist individuell und lebt sein eigenes Leben.
Der eine kommt mit einer Behinderung eventuell sehr gut klar, da er alles so eingerichtet hat, dass er keine wirklichen Einschränkungen im täglichen Leben spürt. Und der Andere hat seine Behinderung vielleicht erst kurzfristig bekommen und muss erst lernen, damit umzugehen. Außerdem besteht das Leben sowieso nicht nur aus Rollstuhl. Er ist ein Hilfsmittel, der das Leben erleichtert.

Des Weiteren kann es prinzipiell nicht funktionieren, dass jemand einen Tag die Rolle eines Anderen einnimmt und so seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann. Dafür benötigt es viel mehr Zeit, wenn es denn überhaupt möglich ist.

Also, was ist der Nutzen eines solchen Experimentes?
Ich kann keinen erkennen.

Eher im Gegenteil. Es wird lediglich eine Mitleidsrolle erzeugt, die alle Behinderten in der Gesellschaft auszubaden haben.
Niemand wird nach so einer Reportage zum Beispiel auf die Idee kommen, zu sagen, wir müssen die Welt barrierefreier gestalten. Stattdessen gibt es eventuell Schulterklopfer, dass man mit Rollstuhl unbeschadet durch die Welt kommt.

Daher sage ich: Lasst die Finger von solchen Reportagen!
Wenn man sich für das Leben oder die Probleme eines Menschen interessiert, sollte man auf ihn direkt zugehen.
So erhält man die Informationen ungefiltert aus erster Hand.

Der Sport –
Ein Plädoyer für die Mannschaft

Nach längerer Schreibpause melde ich mich nun mal wieder mit einem neuen Beitrag zurück.
Ich habe mich in der letzten Zeit sehr viel meinem Hobby, dem Rollstuhltischtennis, gewidmet.
Dies habe ich bereits vor einigen Jahren getan, als ich noch bei meinen Eltern wohnte.
Doch nach dem Umzug in die eigene Wohnung war es nur sehr schwierig möglich, zu einem passenden Verein zu gelangen.
Die durch mein Auto gewonnene Mobilität, erlaubte es mir aber nun, mich auf die Suche zu machen.
Seit ca. einem Jahr habe ich wieder einen Verein gefunden, bei dem ich nun regelmäßig trainiere.
Ehrlich gesagt hätte ich vorher nie gedacht, was „ein bisschen Sport“ für positive Auswirkungen haben kann. Es geht nicht nur um die körperliche Betätigung, die mich persönlich inzwischen immer mehr anstachelt stärker zu trainieren und auch an vielen Turnieren teilzunehmen. Mindestens genauso wichtig ist auch das Zwischenmenschliche innerhalb der Mannschaft und den Spielpartnern.
Ich habe inzwischen viele neue Freunde kennengelernt, die den Sport erst zu dem machen, was er ist.
Außerdem weiß ich nun deutlich besser, zu welch starken Leistungen jeder fähig sein kann, ob sportlich oder persönlich.
Das hat mir großes Selbstbewusstsein gegeben und nochmal gezeigt, dass es völlig irrelevant ist, ob man läuft, im Rollstuhl sitzt, oder was auch immer.
Beim gemeinsamen Hobby, sei es Sport, oder etwas Anderes, ist Einzig und Allein das gemeinsame Interesse entscheidend.
Als Nebeneffekt kann dies daher natürlich für viele auch eine Möglichkeit sein, eventuell vorhandene Vorurteile abzubauen.
Auch als Rollstuhlfahrer ist es zum Beispiel ohne Weiteres möglich, gegen jemand „Laufenden“ Tischtennis zu spielen. Zumindest im Amateurbereich 😉
Ab einer bestimmten Leistungsklasse wird dies natürlich deutlich schwieriger.

Also ist eines wichtig zu sagen: Wenn man sich für ein bestimmtes Hobby interessiert, so sollte man nicht zögern und sich auf die Suche nach einem Verein oder einfach Menschen mit dem gleichen Interesse machen. Ein gemeinsames Hobby kann zum Abbau von Barrieren in den Köpfen führen und zusätzlich die Basis für sehr gute Freundschaften sein.

Witze über Behinderte ? –
Darf man das ?

In letzter Zeit fallen mir immer häufiger Diskussionen über Behindertenwitze auf.
Fast immer kommen, gerade von Betroffenen, Antworten wie „So etwas darf man nicht machen“, oder „Wir haben es doch schon schwer genug“.
Warum ist das so ?
Ich gehe davon aus, dass viele Leute ihre Behinderung nicht als Teil von sich angenommen haben und mit ihr hadern und sich deshalb angegriffen fühlen, wenn entsprechende Witze gemacht werden.

Ist die Lösung daher diese Witze in Zukunft zu unterlassen? Ich denke nicht.

Witze werden über viele verschiedene Personengruppen hinweg gemacht. Warum also nicht auch über Behinderte? Es würde ja praktisch schon an Diskriminierung grenzen, wenn über alles und Jeden Witze gemacht werden dürfen, aber nicht über Behinderte.
Vielmehr sollte es eine gegenseitige Rücksichtnahme geben.
Wenn ich merke, dass mein Gegenüber mit ensprechenden Sprüchen Schwierigkeiten hat, würde ich sie unterlassen.
Im Großen und Ganzen würde ich mir wünschen, wenn es in der ganzen Gesellschaft einfach einen ungezwungeren Umgang mit diesem Thema geben würde. Viele trauen sich nicht entsprechende Witze zu machen.
Und wenn sind sie meißtens ziemlich flach 😉 Aber besser als gar nichts.

Also Leute, fangt an: Auch Behinderte haben das Recht, dass man sich über sie lustig macht.
Denn ohne Humor wäre die Welt nur halb so bunt.

Urlaub mit Rollstuhl –
Erholung oder doch Stress?

Wie funktioniert das eigentlich, wenn man als Rollstuhlfahrer eine Urlaubsreise antreten will?
Über das Reisen mit Bus und Bahn habe ich ja bereits in einem anderen Artikel berichtet.
Außerdem habe ich die Möglichkeit mit dem Auto zu verreisen.
Doch wie funktioniert es, wenn ich meinen Urlaub weiter weg am Meer verbringen möchte?
Letzten Sommer kam mir der Gedanke in den Kopf, doch endlich auch mal weiter weg irgendwo meinen Urlaub zu verbringen. Ich hatte immer mal wieder darüber nachgedacht, doch mich nie getraut dies wirklich in Angriff zu nehmen.
Doch was sollte passieren? Wo könnten Probleme auftauchen?
Das größte Problem wäre wohl, wenn das Hotel nicht barrierefrei ist und ich mich dort nicht bewegen könnte.
Ich machte mich über das Internet über verschiedene Reiseportale schlau, welche Hotels geeignet sein könnten. Das Reiseziel sollte erstmal Mallorca sein, da es von der Entfernung für die erste Flugreise noch im Rahmen und relativ günstig ist.
Nach kurzer Recherche ist mir klar geworden, dass ich über die gängigen Reiseportale keine ausreichenden Informationen über die Barrierefreiheit von Hotels bekomme.
Es gibt zwar teilweise Einschätzungen von anderen Gästen, doch sind diese meißtens von Leuten verfasst, die nicht auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen sind. Und somit bestehen natürlich Zweifel, ob alles passt.
Mein zweiter Weg führte mich dann in ein Reisebüro. Dort wurde mir erstmal gesagt, dass ich der erste Kunde im Rollstuhl sei, der hier eine Reise buchen wollte. Das klingt ja schonmal vielversprechend, dachte ich ironisch.
Trotzdem gaben sich die Mitarbeiter Mühe und erkundigten sich beim Veranstalter, ob es entsprechende Informationen zu den möglichen Hotels gibt.
Dies dauerte ein paar Tage, sodass ich mich in der Zwischenzeit über das Internet weiter informiert habe.


Ich habe gesehen, dass es spezielle Reiseportale für Menschen mit Behinderung gibt.
Auf einigen Seiten werden Hotels detailliert auf Ihre Barrierefreiheit überprüft und beschrieben. Außerdem wird die komplette Buchung über den barrierefreien Transfer bis zur Bereitstellung von eventuell notwendigen Hilfsmitteln im Hotel übernommen.
Desweiteren gibt es auch angebotene Gruppenreisen mit gemeinsamen Aktivitäten.
Ich hatte mich jedoch entschieden, alleine reisen zu wollen.
Einige Tage später kam das Angebot des Reisebüros. Es wurde ein Hotel gefunden, wo die Bedingungen geeignet seien.
Ich war jedoch nicht vollständig überzeugt und habe mich schlussendlich an ein Reiseportal aus dem Internet gewandt und dort die Reise gebucht.
Ich muss sagen, es war wirklich alles optimal organisiert. Der Transport des Rollstuhles im Flugzeug war kein Problem und am Reiseziel wartete bereits ein barrierefreies Taxi für den Transfer zum Hotel auf mich.
Das Hotel selber war wie beschrieben mit Rampen und Aufzügen ausgestattet und das Zimmer lies auch keine Wünsche offen.
Es war ein wirklich sehr schöner Urlaub. Was mich besonders erfreut hat, dass auch in der Stadt fast alle Lokalitäten ebenerdig erreichbar waren. Da könnte sich so manche deutsche Stadt noch eine Scheibe von abschneiden.
Alles in Allem lässt sich sagen, dass es kein Problem ist, mit Rollstuhl eine Flugreise zu unternehmen.
Schwieriger wird es wahrscheinlich nur bei längeren Flügen, da der eigene Rollstuhl während des Fluges im Gepäckraum verstaut ist. Hier habe ich jedoch keine Erfahrungen.
Meine nächste Reise würde ich aber wahrscheinlich nicht mehr über ein Reiseportal buchen, sondern mich direkt an die Hotels wenden, um die Gegebenheiten zu klären. Ich weiß nun, was ich benötige und wo drauf ich gegebenfalls verzichten kann.
Reiseportale für Menschen mit Behinderung bieten aber einen guten Service und erleichtern einem die Buchung, wenn man unsicher ist.
Dieser Service hat aber natürlich auch seinen Preis.

Anbei eine findet ihr kleine Übersicht von empfehlenswerten Reiseportalen für Menschen mit Behinderung:

RUNA-Reisen
Behindertengerechte Reisen
Süße Reisen
YAT Reisen

Behindert? –
Was ist das?

Was bedeutet in unserer Gesellschaft eigendlich der Begriff „Behinderung“ ?
Der Definition nach zu gehen, ist eine Behinderung irgendetwas, das uns hindert, etwas zu tun oder zu erreichen. Wenn ich also zum Beispiel eine Brille benötige, bin ich in meinem Sehen behindert.
Also ein „Sehbehinderter“. Dieser Begriff wird jedoch nur selten gebraucht, da relativ viele Menschen eine Sehschwäche aufweisen. Es ist also nichts Besonderes. Brillen können auch bereits als modisches Accessoire genutzt werden.
Der Begriff „Behinderung“ wird viel mehr für Einschränkungen genutzt, die nicht die Masse betreffen.


Wenn ich also z.b. aufgrund einer Lähmung einen Rollstuhl nutze, gelte ich als behindert. Doch warum ist das so? Durch den Rollstuhl habe ich auch die Möglichkeit, meine Einschränkungen auszugleichen.
Genauso wie die Sehschwäche mit einer Brille. Das heißt die Behinderung besteht eventuell noch aufgrund mangelnder Barrierefreiheit. Diese ließe sich auch durch größeres Engagement der entsprechenden Behörden ausgleichen.
Ich betone dies, da der Begriff „Behinderung“ leider ein negatives Image in der Gesellschaft bekommen hat. Er wird sogar als Schimpfwort gebraucht.
Aufgrund dieses negativen Images habe ich mich z.B. lange nicht mit mir und meiner Behinderung identifiziert, sondern versucht, sie so weit wie möglich zu kaschieren. Auch weil ich selber in Freizeit und Beruf nur mit Leuten ohne sichtbare Einschränkung zu tun hatte und nicht aus der Masse herausstechen wollte.
Erst als ich mit dem Sport angefangen habe, hat sich dies gewandelt. Hier habe ich Menschen kennengelernt, die ebenfalls die unterschiedlichsten körperlichen Einschränkungen haben. Diese sind hier jedoch kein Thema, bzw. einfach ganz normal. Was hier zählt, ist die sportliche Leistung.
Wir brauchen also, meiner Meinung nach, keine stigmatisierten Begrifflichkeiten, um bestimmte Personengruppen zu definieren. Es sollte generell niemand über seine Einschränkungen definiert werden oder sich definieren, sondern auf seine Stärken konzentrieren und diese ausbauen.
Eine Behinderung, körperliche Einschränkung, oder was auch immer gehört bei vielen Menschen dazu. Sie ist jedoch immer nur ein Teil eines Ganzen Individuums.

Einfach mal feiern gehen –
Ist das möglich?

Kennt ihr das, wenn man sich vor dem Wochenende darauf freut, mal wieder richtig feiern zu gehen?
Ich gehe gerne mal in Diskotheken, um ausgelassen laut Musik hören zu können.
Warum auch nicht? Ok, ich habe häufiger schon mal die Frage zu hören bekommen, wie das denn funktionieren soll.
Einfach ist es auch nicht, da zumindest hier in der näheren Umgebung alle Diskotheken im Keller sind.
Dann muss man sich schon mal was einfallen lassen. Da ich aber meißtens mit Freunden weg gehe, gibt es genug Leute, die mich herunter und wieder herauf tragen.
Im Klub selber muss man dann natürlich auch noch gucken, ob alles funktioniert.
Wenn ich unten wieder vor einigen Stufen stehe und mich keine 10m ohne Hilfe bewegen kann, hält sich der Spaß natürlich in Grenzen.
Genauso nervig ist es, wenn die Toiletten nicht barrierefrei erreichbar sind. Hier gibt es leider den größten Nachholbedarf. Diskotheken mit Behindertentoilette sehe ich leider sehr selten.
Aber mit Rollstuhl braucht man einfach mehr Platz. Glücklicherweise kann ich aussteigen und einen Teil zu Fuß gehen, aber für Einige hört es hier auf. Ich habe mir nun einige Diskotheken ausgesucht, wo ich mich relativ gut bewegen kann und alles erreiche. Den Rest werde ich dann eben meiden.
Die Bauplaner haben haben wohl nicht damit gerechnet, dass man als Rollstuhlfahrer auch gerne mal feiern geht.


Aufgrunddessen, dass die Gegebenheiten nicht gerade optimal sind, trifft man natürlich relativ selten andere Rollstuhlfahrer. Viele wollen sich den Stress vieleicht auch nicht antun, den es machmal bedeutet.
Daher werde ich häufig von anderen Feiernden als „Exot“ angesehen.
Der beliebteste Spruch ist immer:“Ich finde es super, dass du trotz Rollstuhl feiern gehst.“
Da frage ich mich immer:“Was soll ich denn sonst machen?“ Soll ich mich irgendwo verkriechen und darüber nachdenken, warum ich im Rollstuhl sitze? Und wer oder was behindert mich denn am meißten?
Bestimmt nicht der Rollstuhl. Wenn ich ihn nicht hätte, könnte ich gar nicht erst vor die Tür gehen.
Ich kann mir natürlich vorstellen, wie diese Sprüche gemeint sind.
Viele sehen die Treppe und denken sich: „Wie ist der denn hier rein gekommen?“
Aber dieses oberflächliche Schulterklopfen bringt absolut niemanden weiter. Ich brauche keine Bestätigung dafür, dass ich gerne mal feiern gehe und dafür auch ein paar Hürden in Kauf nehme.
Wichtiger wäre es, sich dafür einzusetzen, dass diese Hürden beseitigt würden. Damit jeder die Möglicheit hat, mal etwas lautere Musik zu hören, ohne sich Gedanken machen zu müssen, wie man von A nach B kommt.
Nur so würden sich auch vorherrschende Hemmschwellen lösen und jeder könnte einfach ungezwungen Spaß haben, ohne in irgendeiner Form schief angeguckt zu werden.

Partnerschaft –
Behinderung als Killer ?

Als Mensch mit Behinderung einen Partner zu finden ist nicht einfach.
Man wird bei diesem Thema gerne mal übersehen. Das Problem ist, dass das Thema „Inklusion“ in der Gesellschaft zwar schon weit vorgedrungen ist, in den Köpfen jedoch weiterhin Vorurteile gegenüber Behinderten herrschen.
Dies betrifft dann auch die Partnerwahl.

Gerade als Mann hat man häufig eine gewisse Rolle zu erfüllen.
Eine sichtbare Behinderung wird, wie das Wort schon sagt, gerne als Schwäche gesehen und somit fällt man aus dem Raster.
Wie hat es Raul Krauthausen einmal so schön ironisch gesagt: Von vielen wird man gerne als der beste Freund angesehen, mit dem man über alles reden kann. Aber wenn es um das Thema Partnerschaft geht, wird ein großer Bogen gemacht.
Auch ich habe diese Erfahrungen schon häufig gemacht.

Zum Beispiel, als ich eines Abends mal mit einer kleinen Runde von Leuten unterwegs war.
Es kam das Thema Beziehungen auf.

Spaßeshalber habe ich die Frage gestellt, ob es ein Problem wäre, wenn der Partner im Rollstuhl sitzt.
Die einstimmige Meinung war, dass sie sich dies absolut nicht vorstellen könnten.
Das klingt im ersten Moment hart.

Doch im Nachhinein frage ich mich: Was hätte ich an Ihrer Stelle gesagt? Wahrscheinlich wäre meine Antwort im ersten Moment ähnlich gewesen, da ich die Behinderung in den Vordergrund gestellt habe und damit die Einschränkungen.
Der Mensch an sich wird jedoch nicht nur durch seine Behinderung definiert.
Es gibt viele verschiedene Aspekte.

Deshalb gehört auch zu einer Partnerschaft mehr, als mit den Einschränkungen des Anderen zu leben, sondern auch seine Stärken zu schätzen.
Es ist also sehr wohl gut möglich mit Behinderung eine Beziehung zu führen. Man sollte sich nur nicht auf seine Einschränkung reduzieren lassen.
Man muss sich selber klar machen, wo die eigenen Stärken liegen.
So ist es möglich ein gewisses Selbstbewusstsein aufzubauen, um dem Anderen die eventuelle Unsicherheit zu nehmen.

Der Sinneswandel –
Was kann ich ?

Vor einigen Jahren war ich ziemlich down.
Eigentlich gab es aber gar keinen richtigen Grund. Ich hatte eine eigene Wohnung, einen guten Job und regelmäßige soziale Kontakte.
Doch irgendwas fehlte. Ich merkte immer häufiger bei Treffen mit anderen Leuten, dass es mir zusetzte, dass ich anders bin. Ich muss mich mit anderen Problemen herumschlagen als meine Freunde und kann nicht spontan mal hier, mal dort hin. Häufig werden mir Barrieren gesetzt, die alles unnötig schwer machen. Da vergeht schnell die Lust.
Eines Tages sah ich in einer bekannten Talkshow einen Mann sitzen, der mich mit seinem Selbstbewusstsein sehr beeindruckt hat.
Raul Krauthausen.
Er sitzt ebenfalls im Rollstuhl und erzählte über sein Leben. Er setzt sich seit vielen Jahren mit seiner Organisation „Sozialhelden“ für die Inklusion von Behinderten ein und prangerte die Barrieren an, die vielen Menschen mit Behinderung im Alltag in den Weg gestellt werden und die öffentliche Darstellung. Außerdem stellte er ein Buch vor, welches er kürzlich herausgebracht hat.
Ich dachte mir: Das muss ich haben.

Ich verschlang das Buch regelrecht, da dort viele Gefühle und Probleme beschrieben wurden, die ich 1:1 in meinem Leben wiederfinden konnte.
Dies gab mir ein sehr gutes Gefühl, da ich nun wusste, dass ich nicht alleine mit meinen Problemen bin, sondern das es noch andere Menschen gibt, die das genauso nachvollziehen können.
Nur warum sieht man sich in der Öffentlichkeit nicht.
Es scheint fast so, als wenn es eine regerechte Parallelgesellschaft zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten Menschen gibt. Dies muss an den vielen Barrieren, die es real und in den Köpfen der Menschen gibt.

Das darf nicht so bleiben. Ich beschloß nun offensiver zu werden auf die Leute zuzugehen.
Ich darf nicht warten, bis mir jemand seine Hilfe anbietet, sondern muss, wenn sich mir eine Barriere in den Weg stellt, selbst aktiv werden und die Leute ansprechen.
So wurde ich seitdem immer selbstbewusster und habe fast alles machen können, was ich wollte.
Häufig gibt es ungläubige Blicke. Es entstanden aber auch bereits sehr nette Gespräche.

Vor kurzem hat Raul Krauthausen eine Spendenmöglichkeit eingerichtet: Engagement für behinderte Menschen

Hier hat man die Möglichkeit, seine Arbeit mit regelmäßigen Beträgen zu unterstützen, was ich seitdem mache.
Als Dankeschön bietet er u.a. ein Treffen an, was ich gerne angenommen habe und ihn so vor kurzem in Berlin kennenlernen durfte.
Es war eine sehr nette und interessante Gesprächsrunde.
Ich empfehle jedem , diese gute Arbeit zu unterstützen. Es wurden bereits viele sehr nützliche Projekte in die Tat umgesetzt.

Anbei eine kleine Linksammlung:

Raul.de/
Sozialhelden
https://steadyhq.com/de/krauthausen

Der Führerschein –
Eine ungeahnte Freiheit

In der Zeit des Wartens auf die Freigabe durch den Neurologen habe ich mich weiter informiert, wie die Schritte zu Führerschein und Auto aussehen und was ich zu tun habe.

Da der behindertengerechte Umbau des Autos sehr viel Geld in Anspruch nehmen würde und ich das Auto zum Erreichen meines Arbeitsplatzes benötige, habe ich bei der Agentur für Arbeit einen Antrag auf sogenannte „Förderung zur Teilhabe am Arbeitsleben“ gestellt.
Dort ist geregelt, dass es einen Anspruch auf finanzielle Nachteilsausgleiche gibt, wenn man auf das Auto aus beruflichen Gründen angewiesen ist und aufgrund einer Behinderung mit Mehrkosten gegenüber jemandem ohne Behinderung rechnen muss.
Der Umbau des Wagens wird dann komplett übernommen und es gibt einen einkommensabhängigen Zuschuss auf die Fahrzeugkosten und den Führerschein.

Außerdem habe ich mich auf die Suche nach einer Fahrschule begeben, welche eine Ausbildung mit entsprechend umgebauten Fahrzeugen anbietet.
Es ist nicht ganz so einfach, eine ortsansässige Fahrschule mit entsprechendem Angebot zu finden, ich wurde jedoch relativ schnell über das Internet fündig.

Ein paar Wochen später war es nun endlich soweit. Ich konnte zu meinem Neurologen gehen und mir das langersehnte Attest abholen.
Nun konnte ich mich wie jeder andere auch bei der Fahrschule und dem Straßenverkehrsamt anmelden.
Eine Besonderheit kam danach jedoch noch auf mich zu.
Man verlangte ein unabhängiges neurologisches Gutachten mit anschließender MPU.
Ich dachte immer, die MPU wäre nur für Verkehrssünder erfunden worden, aber egal. Also wieder los zum nächsten Neurologen und sich ausfragen lassen.
Die MPU bestand aus mehreren Reaktionstests und Verkehrsfragen, wo ich mich schon gefragt habe, wie man diese beantworten soll, ohne bisher eine Führerscheinausbildung angefangen zu haben.

Naja, schlussendlich wurde beides positiv bewertet und die normale Ausbildung konnte beginnen.
Es war eine sehr schöne Zeit und ich war beeindruckt, was es alles an Hilfsmitteln gibt, um ein Auto trotz verschiedenster Behinderungen zu bewegen.
Da die Fahrschule für mich zu weit weg war, um sie selbstständig zu erreichen, wurde ich regelmäßig zur Fahrstunde Zuhause oder am Arbeitsplatz abgeholt.
Die Theorie konnte ich online Zuhause lernen.

Alles in allem ging es relativ zügig voran. Bei der Wahl des Autos hatte ich die Auflage, dass es ein Neuwagen oder Gebrauchtwagen mit mindestens 50% Neuwert sein muss, da der Umbau ansonsten nicht finanziert werden würde. Ich schaute mich bei Autohändlern um und ließ mich bezüglich des Umbaus beraten. Da ich den Rollstuhl nicht von Hand in das Auto heben kann, entschied ich mich, ein Verladesystem auf die Rückbank einbauen zu lassen. Dies bedeutete zwar, dass ich ein Auto mit Schiebetüren benötige, es war aber meiner Meinung nach das für mich geeignetste System mit den wenigsten Nachteilen.

Nach einem Jahr war die Zeit der Ausbildung zuende und ich hatte endlich den Führerschein in den Händen. Auf das Auto musste ich leider noch ein paar Monate warten, da sich der Bau verzögerte.

Als es dann aber endlich da war, wurde ich für die ganze Warterei und die vielen Anträge mehr als entschädigt, da es die größte Freiheit bringt, die ich mir bisher vorstellen konnte und mir maximale Selbstständigkeit im Alltag gibt.

Auf der folgenden Seite gibt es weitere nützliche Informationen zum Thema Mobilität mit Handicap:

MyHandicap – Mobil sein mit Auto, Motorrad & Co.

Fortbewegung im öffentlichen Raum –
Wie komme ich von A nach B ?

Ab dem 18. Lebensjahr gibt es für viele Menschen nur einen Gedanken, der alles überstrahlt: Endlich den Führerschein machen!

Da ich seit einigen Jahren Epilepsie habe, habe ich diesen Gedanken schnell aus meinem Kopf gestrichen.
Mein damaliger Arzt hatte mir klar machen wollen, dass es aus rechtlichen Gründen nicht möglich wäre und er dafür nicht seine Zustimmung gibt. Außerdem hatte ich so viel Anderes im Kopf, dass ich den Wunsch schnell verdrängen konnte.

Es war zwar ärgerlich, für viele Fahrten die Eltern zu fragen, aber was hilft es zu jammern.
Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln im Ort war eher spärlich.
Und für den Weg zum Ausbildungsbetrieb hatte ich mein Taxi, was pünktlich morgens vor der Tür stand.

Als dann der Umzug in die neue Stadt vollzogen war, eröffnete sich mir eine neue Welt.
Hier gab es deutlich mehr Möglichkeiten an öffentlichen Verkehrsmitteln, die ich vorher nicht kannte.
Ich war nun aber auch darauf angewiesen, diese zu nutzen und selbstständig zu sehen, wie ich von A nach B komme.

Hier habe ich früh gemerkt, dass nun vieles möglich ist, aber auch einige Probleme dazu kamen, die gelöst werden mussten, wenn ich die neue Freiheit nutzen wollte.

In meinem Wohnort gibt es eine Buslinie, die in den Ortskern führt. Um als Rollstuhlfahrer in einen Bus einzusteigen, ist es notwendig, dass entweder die Bordsteinkante an der Bushaltestelle eben zum Einstieg des Busses ist (was selten der Fall ist), oder der Busfahrer aussteigen und eine Rampe zum Einstieg ausklappen muss, wenn sie denn vorhanden ist.
Leider verstehen viele Busfahrer ihren Job lediglich als Busfahrer und nicht als Einstiegshelfer für behinderte Fahrgäste.
Dann kommen eben häufig blöde Sprüche, wenn man freundlich um Hilfe beim Einstieg bittet.
Hier habe ich gemerkt, dass es hilft, wenn man sich ein dickel Fell antrainiert und nicht alles an sich ran lässt. Außerdem sollte man etwaige Vorfälle melden, da kein Fahrgast aufgrund seiner Behinderung von der Mitnahme ausgeschlossen werden darf.

Eine weitere Möglichkeit der Fortbewegung war für mich nun das öffentliche Straßenbahnnetz. Ich muss sagen, dass der Ausbau der barrierefreien Haltestellen hier erstaunlich gut ist. Glücklicherweise gibt es auch Netzkarten online zur Verfügung, wo zu erkennen ist, ob eine Haltestelle mit dem Rollstuhl zu erreichen ist, oder nicht. So lassen sich Fahrten gut planen.

So konnte ich mich nun einigermaßen gut öffentlich fortbewegen und die Umgebung kennenlernen.

So habe ich nun einige Jahre die Vorzüge der neuen Möglichkeiten an öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt; mich aber auch mit den Hindernissen, die einem in den Weg gestellt werden, herumgeschlagen.

Zur Arbeit wurde ich weiterhin mit einem Taxi gefahren.
Es hatte sich bereits eine regelrechte Freundschaft mit dem Taxifahrer entwickelt, da wir uns jeden morgen und jeden Nachmittag sahen.

Ich war nun relativ selbstständig.
Doch das genügte mir nicht mehr.

Ich dachte mir, es muss doch möglich sein, dass ich mich irgendwann nicht mehr mit genervten Busfahrern umgeben, nach barrierefreien Haltestellen suchen, oder jeden morgen um die gleiche Zeit zur Arbeit chauffiert werden muss.
Vor allem, da ich seit einigen Jahren bereits keine Symptome der Epilepsie mehr hatte.

Bei einer der regelmäßigen Kontrollen fragte ich meinen Arzt, wie es rechtlich gesehen mit dem Erwerb des Führerscheins aussieht. Er sagte mir, dass bei Epilepsie eine Anfallsfreiheit von 3 Jahren vorliegen muss. Ab dann wäre laut Gesetz der Erwerb des Führerscheins möglich.

Ich war sehr erleichtert. Es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis ich das Unternehmen „Führerschein“ in Angriff nehmen konnte.

Der Auszug –
Selbstständigkeit und gewisse Ängste

Als ich meine Ausbildung erfolgreich beendet habe, war ich voller Tatendrang.

Es war einfach eine schöne Zeit, an die ich gerne zurück denke.

So habe ich mich voll motiviert auf mehrere Stellen innerhalb meines Ausbildungsbetriebes beworben, da ich wusste dass die Schwerbehindertenvertretung sehr gut ist und die Bedingungen daher optimal.

Nach einigen Absagen kam dann schlussendlich doch eine Zusage. Ein sehr gutes Gefühl.

Der Standort der ausgeschriebenen Stelle war jedoch in Bonn. Meine bisherigen Schulen und der Ausbildungsbetrieb waren alle gut mit dem Auto erreichbar. Für die Zeit der Ausbildung habe ich ein Taxi genutzt, welches teilweise durch die Agentur für Arbeit gesponsort wurde. Ein Führerschein kam leider nicht in Frage, da ich seit dem 12. Lebensjahr an Epilepsie erkrankt bin.

Also musste ich nach 24 Jahren von zuhause ausziehen und auf eigenen Beinen stehen. Was ein tolles Wortspiel ^^

Ich habe dies aber nicht als Hinderungsgrund angesehen, da ich diese Stelle unbedingt antreten wollte und ein Auszug langsam überfällig war.

Das dies jedoch gar nicht so einfach sein sollte, wie anfangs gedacht, merkte ich erst später.

Ich begann also meine Arbeit in Bonn und bezog für die Übergangszeit ein kleines Appartment, bis ich eine geeignete Wohnung gefunden hatte. Die Wohnungssuche lief erstaunlich gut. Bereits nach einem halben Jahr habe ich eine komplett behindertengerechte Wohnung im nächsten Wohnort gefunden. Das hätte ich nie gedacht.

Alles war perfekt gemacht und was noch fehlte, wie z.B. eine barrierefreie Küche, lies ich entsprechend einbauen.

Nun kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen. Ein guter Job, eine schöne Wohnung, was will man mehr ?

 

Nach einiger Zeit in der fremden Stadt entwickelte sich ein komisches Gefühl in mir. Ich habe gemerkt, dass sich eine gewisse Unsicherheit entwickelte, wenn ich raus ging. Mir fehlten noch soziale Kontakte und der Großteil der Stadt war einfach fremd. Es kamen regelrechte Angstzustände auf, wenn ich in die Innenstadt ging.

Und was macht man, wenn man Angst bekommt ? Man umgeht die betreffenden Situationen. Ein großer Fehler, wie ich gemerkt habe.

Als es immer schlechter wurde und ich keinen Spaß mehr daran hatte, raus zu gehen, habe ich beschlossen, um Hilfe zu fragen. Ich habe eine Gesprächstherapie begonnen, weil ich aus einer früheren Therapie bereits wusste, dass dies sehr sinnvoll sein kann.

Ich habe erfahren, dass sich bei mir eine Agoraphobie (ugs.: Platzangst) entwickelt hat und ich diese nur durch Konfrontation wieder los würde. Man muss sich seinen Ängsten stellen.

Also beschloss ich, meiner Angst nicht mehr aus dem Weg zu gehen, sondern aktiv auf sie zuzugehen und sie auszuhalten. Denn ich wusste nun, dass es eine Überreaktion in einer harmlosen Situation war und mir nichts passieren kann. Genauso habe ich diese Erkenntnis gegen die Höhenangst genutzt, die mich schon mein ganzes Leben begleitet. Ich näher mich der Angst, stelle mich und ertrage sie, bis sie von alleine verschwindet. So habe ich bereits deutliche Fortschritte gemacht. Und ein Verlust von Angst bedeutet einen deutlichen Zugewinn von Selbstbewusstsein.

Praktikum und Ausbildung –
Das wiedererwachte Selbstwertgefühl

Nach Beendigung der Schule kommt für viele die Frage: Was nun ?

Da ich nach der 12. Klasse gegangen bin und vom reinen Theorieunterricht die Nase voll hatte, fiel ein Studium erstmal weg. Ich wollte praktisch arbeiten. Am liebsten im Bereich der Informationstechnik, da dies bereits viele Jahre ein großes Hobby von mir war.

Daraufhin habe ich in der Nähe nach geeigneten Möglichkeiten gesucht. Ich fand einen kleinen Laden in der Nähe, welcher sich mit der Reparatur und dem Verkauf von IT-Produkten befasst. Eine kleine Firma, bestehend aus dem Chef und einem fest angestellten Mitarbeiter. Ich bewarb mich um einen Praktikumsplatz und wurde erstmal für ein halbes Jahr angenommen. Geld verdienen war noch zweitrangig, da ich zu dieser Zeit bei meinen Eltern wohnte und dies vorerst so bleiben konnte.

Während dieser Zeit begann ein Prozess der Selbstfindung. Ich merkte, wie mein Selbstbewusstein stieg, nachdem es jahrelang immer kleiner wurde.

Hier merkte ich, wie nicht mehr der Rollstuhl im Mittelpunkt stand, sondern ich als Mensch und mein Handeln. Das Klima war einfach super. Ich konnte mich beweisen und die Wünsche der Kunden erfüllen. Und wenn der Kunde zufrieden ist, läuft das Geschäft 😉

Nachdem die Zeit des Praktikums vorüber war, bot mir der Chef ein weiteres Jahr der Mitarbeit als geringfügig Beschäftigter an. Da ich mich noch nicht um einen Ausbildungsplatz bemüht hatte und das Klima in der Firma sehr gut war, nahm ich das Angebot gerne an.

Es war weiterhin eine tolle Zeit.

Als sich das Jahr dem Ende zuneigte, habe ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben. Viele wissen, dass die Suche lange dauern kann, so kamen viele Absagen oder auch gar keine Reaktion zurück. Glücklicherweise hat es dann doch noch geklappt und ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dieses verlief positiv und ich konnte meine Ausbildung beginnen.

Während der Ausbildung gab es keine Probleme in Bezug auf Barrierefreiheit, da ich diese bei einem großen Telekommunikationsunternehmen absolviert habe, mit entsprechend gutem Ausbau. Dies ist wahrscheinlich einfacher, als bei kleineren Ausbildungsbetrieben, deren Räumlichkeiten eventuell noch umgebaut werden müssen.

Sie stehen jedoch meiner Meinung nach in der Pflicht, Barrierefreiheit zu gewähreisten, da niemand aufgrund von baulichen Gegebenheiten von einer Ausbildung ausgeschlossen werden darf.

Schule –
Ein schwieriges Thema

Ich beginne mit einem Thema, welches mit Sicherheit eines der schwierigsten Themen ist.

Auch nach über 10 Jahren gibt es Dinge, über die ich nicht gerne rede. Wobei natürlich ganz und gar nicht alles schlecht war.

Ich bin ich von der Grundschule bis zum Abschluss am Gymnasium auf sogenannte Regelschulen gegangen.

Ich plädiere auch dafür, dass jedes Kind, ob mit oder ohne Behinderung, eine Regelschule besuchen sollte, da dies die Inklusion deutlich nach vorne bringen würde. Kinder haben in einem gewissen Alter noch keine Vorurteile. Daher würden diese erst gar nicht entstehen, wenn man von klein auf miteinander lernen würde.

Außerdem sind die Abschlussmöglichkeiten auf sogenannten Förderschulen derart begrenzt, dass dies die weitere berufliche Ausbildung deutlich einschränkt.

Leider sind die meißten Regelschulen im Land, damals wie heute, immer noch nicht an die Bedürfnisse Behinderter angepasst.

Dies hat auch bei mir zu einer, positiv gesagt, „abenteuerlichen“ Schullaufbahn geführt.

Als ich eingeschult wurde, war meine alte Grundschule nicht barrierefrei und aufgrund einiger Stufen schwierig mit dem Rollstuhl zu erreichen. Jedoch habe ich tatkräftige Unterstützung von meinen damaligen Mitschülern und Lehrern bekommen. Und nach kurzer Zeit wurde eine Rampe gebaut, um auch mit dem Rollstuhl selbstständig ins Gebäude zu kommen. Das nenne ich gelungene Inklusion!

Nach 4 Jahren Grundschule kommt dann für jeden die Suche nach einer geeigneten weiterführenden Schule.

In meinem Fall natürlich nicht nur eine Frage der Eignung, ob Hauptschule, Realschule oder Gymnasium die richtige Wahl sind, sondern auch wieder die schwierige Suche nach Barrierefreiheit.

Schlussendlich bin ich auf eine wirklich gut barrierefrei gebaute Gesamtschule gegangen. Dort hätte es theoretisch bis zum Abitur weitergehen können.

Im Nachhinein gesagt leider bin ich jedoch auf Rat meines Klassenlehrers bereits nach einem Jahr auf ein anderes Gymnasium gewechselt. Da die nächstgelegene Schule, wo auch einige meiner alten Klassenkameraden hingingen, leider noch nicht rollstuhlgerecht gebaut war, blieb mir nur der Wechsel in eine andere Stadt.

Hier habe ich nun einmal erfahren, was es heißt, ausgegrenzt zu werden. Die Strukturen in der Klasse hatten sich nunmal bereits gefestigt. Und dann komme ich als Rollstuhlfahrer, der obendrein noch strohdoof ist (Achtung: Ironie!), da der Lernstand eines Gymnasiums einfach höher ist, in diesen Verbund. Das konnte ja nicht gut gehen. Auch wenn die Lehrer vieles versucht haben, ohne Akzeptanz durch die Kameraden ist es ein ewiger Kampf. Diesen wollte ich nicht gehen.

Als ein Jahr beendet war, konnte ich glücklicherweise auf die Schule gehen, wo ich einige meiner alten Kameraden und Freunde aus der Grundschule wieder traf. Die Schule war zwar immer noch nicht perfekt barrierefrei, aber das war mir in dem Moment egal. Es geht einfach nichts über einen guten Klassenverbund, dachte ich. Leider hatte ich durch meine ständige Schulwechselei sehr viel Lernstoff nachzuholen, weshalb ich etwas hintendran war. Und dann kam zusätzlich ein Krankenhausaufenthalt dazwischen, welcher mich genötigt hat, die Klasse zu wiederholen.

Nun also wieder ein neuer Klassenverbund, wo man versuchen muss, reinzukommen….

So langsam wurde ich es leid. Es war zwar lange nicht mehr so schwierig, da jeder von uns älter geworden ist, aber gewisse Vorbehalte herrschten einfach in den Köpfen. Und dann gibt es noch die offensichtlichen Barrieren, wie z.B. Treppen, die nicht gerade dazu beitragen, aufeinander zuzugehen.

Aber egal. Ich habe es durchgezogen und bin bis zum Ende dort geblieben.

Vielleicht hätte ich in der ein oder Anderen Situation auch etwas offensiver sein können und es wäre manches einfacher gewesen.

Alles in allem möchte ich jedoch sagen, dass wir dafür kämpfen sollten, dass jede Schule zu 100% barrierefrei gebaut wird, da jedes Kind ein Recht darauf hat, von Anfang an in seiner gewohnten Umgebung zu lernen und in Vielfalt aufwachsen sollte, damit Barrieren im Kopf erst gar nicht entstehen.